Volleksbildungsbewegung

„Volleksbildungsbewegung”

1908 wurde in der Stadt Luxemburg der Volksbildungsverein gegründet, der sich schnell über das gesamte Land verbreitete. Bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Kultur förderten die Volksbildungsbewegung. 1910 wurde der Verband in die „Fédération des associations d’éducation populaire du Grand-Duché de Luxembourg“ umgewandelt.

Die Volksbildungsbewegung spielte im intellektuellen Leben des Landes eine bedeutende Rolle. Die Vereine konnten nationale und internationale Redner für Veranstaltungen in den Bereichen Literatur, Kunst und Wissenschaft gewinnen und in der Folge richteten sie ein Netz öffentlicher Bibliotheken ein, organisierten Ausstellungen und riefen den Kulturtourismus ins Leben.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg hat sich die Bewegung an politischen Debatten beteiligt, für die Meinungsfreiheit gekämpft und sich für die Demokratisierung der Kultur eingesetzt. Während der Besatzung durch die Nazis im 2. Weltkrieg war die Bewegung verboten und die Organisation wurde aufgelöst.

Heute verstehen sich das „Centre culturel et d’éducation populaire“ in Bonneweg und das „Centre culturel“ in Differdingen als Erben der Volksbildungsbewegung des frühen 20. Jahrhunderts und streben dieselben Bildungs- und Kulturziele an.

 

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Motive: Johan de Crem, Thoricourt (B)
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