Friedensmissionen

Peacekeeping Missions of the Luxembourg Army

Seit 1992 beteiligen sich Truppen der luxemburgischen Streitkräfte regelmäßig an Friedensmissionen.

FORPRONU (United Nations Protection Forces)


Die Schutztruppe der Vereinten Nationen sollte die Entmilitarisierung der UN-Schutzzonen in Kroatien überwachen.

Im Juni 1992, nachdem sich der Konflikt verschärft und auf Bosnien-Herzegowina ausgeweitet hatte, wurde auch das Mandat der UNPROFOR erweitert und die Truppen verstärkt. Im September 1992 wurde das Mandat erneut erweitert – nun sollten die Truppen die Bemühungen des UN-Flüchtlings-Hochkommissariats und die humanitäre Hilfe in ganz Bosnien-Herzegowina unterstützen.

Die UNPROFOR hat darüber hinaus verschiedene Waffenruhen der Konfliktparteien überwacht. Im Dezember 1992 wurde sie in die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien entsendet.

Am 31. März 1995 beschloss der UN-Sicherheitsrat, die UNPROFOR umzustrukturieren und sie durch drei getrennte, aber miteinander verbundene Friedensmissionen zu ersetzen.

IFOR (Implementation Force)

 

Die 60 000 Mann starke IFOR-Truppe wurde im Dezember 1995 nach Bosnien-Herzegowina entsendet. Mit einem einjährigen Mandat versehen sollte sie dort gemäß Resolution 1031 des UN-Sicherheitsrates die Umsetzung der militärischen Aspekte der Friedensvereinbarung von Dayton überwachen, die den Krieg in Bosnien beendete.

Hauptaufgabe der IFOR-Truppe war es, das Ende der Kampfhandlungen sicherzustellen und die Streitkräfte Bosnien-Herzegowinas und der Republika Srpska zu trennen. IFOR wurde am 21. Dezember 1996 von SFOR abgelöst.

SFOR (Stabilization Force)


Die Stabilisierungsstreitkräfte SFOR, die zwischen dem 21. Dezember 1996 und dem 19. Juni 1998 unter dem Namen Operation Joint Guard und zwischen dem 20. Juni 1998 und dem 2. Dezember 2004 unter dem Namen Operation Joint Forge arbeiteten, setzten sich in erster Linie aus Kontingenten der Streitkräfte der NATO-Mitgliedstaaten zusammen.

Ende 2002 wurde die Truppenstärke auf 12 000 Mann reduziert und Ende 2004 auf 7 000. Abgelöst wurden die SFOR am 21. Dezember 2004 von der EUFOR (European Union Force).

KFOR (Kosovo Force)


Das Scheitern der Verhandlungen in Rambouillet über den Konflikt zwischen den Kosovo-Albanern und der Regierung in Belgrad führte im März 1999 zu einer militärischen Intervention der NATO (Operation Allied Force). Am 9. Juni 1999 unterzeichneten die NATO und die jugoslawische Regierung eine militärisch-technische Vereinbarung, die den Beginn des Rückzugs der serbischen Truppen aus der Provinz bedeutete. Am 10. Juni verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1244, die die Vereinbarung bestätigte und unter anderem die Entsendung einer internationalen Sicherheitstruppe unter maßgeblicher Beteiligung der NATO vorsah. Die KFOR-Truppen wurden am 12. Juni 1999 in der Region stationiert – zum selben Zeitpunkt wie eine UN-Mission.

ISAF (International Security and Assistance Force)


Im August 2003 übernahm die NATO das Kommando über die ISAF, die von den UN autorisierte Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan. Zunächst war es die Aufgabe der ISAF, die Sicherheit in und um Kabul zu gewährleisten. Im Laufe der Zeit hat die Truppe auf Bitte der afghanischen Behörden ihre Präsenz jedoch über ganz Afghanistan ausgeweitet. Seit dem 5. Oktober 2006 ist sie für die Sicherheit und Stabilität im gesamten Land zuständig.

Ungefähr 31 000 Soldaten aus 26 alliierten Nationen und 11 Partnerländern stehen derzeit unter dem Kommando der ISAF.
 


Preis der Briefmarken: 0,70 €
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