Das Eischtal

Das Eischtal

Ursprünglich, fast wild noch präsentiert sich vielerorts die Flora entlang der Eisch. Auf 37 km folgt der nationale Wanderweg durch das Tal der sieben Schlösser dem schlängelnden Flusslauf.
Fern der großen Straßen ist diese Landschaft mit ihren kulturellen Schätzen, mit ihren romantischen Wegen durch Wald und Feld ein Paradies für Spaziergänger, Wanderer und Fahrradfahrer gleichermaßen.
Früher – schon lange bevor die Hochöfen im Land der Roten Erde ihren Rauch in den Himmel spuckten – brachte die Eisenindustrie Wohlstand in das Tal. Doch heute hat die Natur ihr Terrain zurückerobert. Schaut man aber genauer hin, entdeckt man immer noch Zeugnisse der alten Industriekultur, wie die vielen Höhlen, in denen die Familien der Köhler lebten. Heute ist das Eischtal eines der größten Naturschutzgebiete Luxemburgs.
Manche der alten Adelsresidenzen, wie die Burg Hollenfels oder das Barockschloss Ansemburg mit seinem Garten im französischen Stil und seiner Allee aus mythologischen Figuren, versetzen uns zurück in vergangene Zeiten. Andere, wie die Schlossruine Koerich, prägen mit ihrer unverwechselbaren Silhouette das malerische Ortsbild. Berühmte Persönlichkeiten wie Yolanda von Vianden, Tochter des Grafen von Vianden, der französische Schriftsteller Victor Hugo oder die belgische Dichterin Amélie Picard ließen sich vom idyllischen Eischtal verzaubern.
Einst zählte das Eischtal sieben Schlösser: das Fockeschlass und das Gréiweschlass in Koerich, die Schlösser Septfontaines und Hollenfels, das alte und das neue Schloss in Ansemburg und das Schloss in Mersch. Seit dem frühen 20. Jahrhundert trägt es daher den Namen „Tal der sieben Schlösser“.
Das Fockeschlass in Koerich ist vollständig verschwunden, während das Gréiweschlass, das Grafenschloss, das schon vor dem 12. Jahrhundert bestand und im 14. und 16. Jahrhundert umgebaut wurde, als beeindruckende Talburgruine seine einstige Größe erahnen lässt. Die Ruine, die heute in öffentlichem Besitz ist, wurde 1938 unter Denkmalschutz gestellt.
Das auf einem Felsvorsprung gelegene Schloss Septfontaines aus dem 12. Jahrhundert blickt über das Dorf. Um 1600 umgebaut und erweitert, fiel es 1779 den Flammen zum Opfer. Es steht seit 1937 unter Denkmalschutz, befindet sich aber heute in Privatbesitz und wird als Wohnanlage genutzt.
Dominiert wird das Schloss Hollenfels aus dem 14. Jahrhundert von seinem Bergfried (1380) mit seinem herrschaftlichen gotischen Saal. 1973 erhielt der Bergfried ein neues Dach und dient seit den 1970er Jahren dem Nationalen Jugenddienst als Ökologiezentrum. Wie ein Adlerhorst thront das alte Schloss Ansemburg über dem Tal. 1135 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, war es immer im Besitz der Familie Marchant d’Ansembourg, Hüttenbesitzer, die im 18. Jahrhundert in den Adelsstand erhoben wurden.
Das neue Schloss Ansemburg dagegen liegt im Tal. Zwischen 1639 und 1647 von Hüttenbesitzer Thomas Bidart errichtet, wurde es im 18. Jahrhundert von Lambert-Joseph de Marchant vergrößert. Letzter war es auch, der die herrlichen französischen Gärten angelegt und den grandiosen Eingang im Ehrenhof gebaut hat. Heute dient das Schloss als Regionalzentrum der japanischen Religionsgemeinschaft Sukyo Mahikari. Schloss und Gärten stehen seit 1988 unter Denkmalschutz.
Im alten Bergfried der Talburg in Mersch ist heute die Kommunalverwaltung untergebracht.
Urkundlich erwähnt wurde das Schloss bereits im Jahr 1232. Zwischen den 15. und dem 18. Jahrhundert mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, war das Schloss in den 1930er Jahren eine der ersten Jugendherbergen des Landes. Seit 1980 steht das Schloss von Mersch unter Denkmalschutz.

Aktueller Setpreis: 1,70 €
Design: Michel Demart, Grevenmacher (L);
Druck: Hochauflösender Offset-Druck von Joh. Enschéde Stamps, Haarlem (NL)
Format: 48,5 x 33 mm, 10 Briefmarken (5 Paare) je Blatt.

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